Spiel- & Wettspielordnung

Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. Stand: 2015
Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschl. Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V. und den Platzregeln des Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. Die Wettspiele werden nach dem DGV-Vorgabensystem ausgerichtet. Bei DGV- oder LGV-Verbands-Wettspielen gelten deren Ausschreibungsregelungen. Die Spielleitung ist nicht verantwortlich für Nachteile die Spieler, unter Umständen durch Unkenntnis dieser Spiel- und Wettspielordnung oder der Verbandsordnungen, erleiden.


Allgemeines Spiel:
Der Start hat grundsätzlich an Bahn 1 zu erfolgen. Spiele über die volle Runde haben Vorrecht. Es ist zügig zu spielen und Anschluss an die Gruppe vor sich zu halten. Schnelleren Gruppen oder auch einzelnen Personen ist, vor Aufnahme der Ballsuche, das Durchspielen anzubieten. Dies gilt ausdrücklich auch für Wettspiele. Spielgruppen dürfen sich höchstens aus 4 Spielern zusammensetzen (evtl. Ausnahmen für Scrambles oder Vierer sind nach Rücksprache mit Spielausschuss oder Management über die Ausschreibung zu regeln)


Es gelten ergänzend die folgenden Regelungen:


1. Ausschreibungen: Es gilt die jeweilige individuelle Ausschreibung im Aushang, wobei nachträgliche und kurzfristige Änderungen vorbehalten bleiben. Allen Ausschreibungen liegt die „List of Conforming Driver Heads" zugrunde, auch wenn diese in den Ausschreibungen nicht noch gesondert erwähnt ist. (Liste ist im Sekretariat einzusehen.)


2. Änderungsvorbehalt: Die Wettspielleitung hat in begründeten Fällen das Recht, die Ausschreibung zu ändern (Ausnahme: Vorgabenwirksamkeit). Nach dem 1. Start sind Änderungen der Ausschreibung nur bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände zulässig.


3. Meldeliste: Grundsätzlich wird rechtzeitig mit der Ausschreibung eine Meldeliste ausgehängt, in die sich Bewerber wie vorgegeben eintragen können. Meldungen sind ab diesem Termin auch per Fax, Post, E-Mail oder über das Internet (DGV-Intranet) www.golfclubmotzen.de möglich. Abweichungen hiervon sind z.B. bei Sponsorenturnieren möglich. Bewerber, die keine Clubmitglieder sind, müssen sich unter Angabe Ihres Heimatclubs und ihrer aktuellen Stammvorgabe anmelden.


4. Startliste: Nach Meldeschluss und möglichst spätestens 24 Stunden vor dem Wettspiel, wird durch die Wettspielleitung eine Startliste gefertigt, ausgehängt und möglichst in das Internet (DGV-Intranet) www.golfclubmotzen.de gestellt, aus der ersichtlich sind: Name und Spielvorgabe aller Teilnehmer, die Zusammenstellung der Spielgruppen sowie die Startzeiten für alle Teilnehmer. Die Startzeiten können auch ab 24 Stunden vor dem Start telefonisch unter Tel. 033769 - 50130 abgefragt werden. Außerdem werden die Wettspielteilnehmer möglichst per SMS über ihre individuelle Startzeit informiert.


5. Nenngeld (Startgebühr): Jeder Teilnehmer an einem Wettspiel hat vor dem Wettspiel das Nenngeld zu entrichten. Das Nenngeld ist auch fällig bei Abmeldung vom Wettspiel nach Meldeschluss oder Nichtantreten zum Wettspiel ohne rechtzeitige Absage. Bei unentschuldigtem Nichtantreten zum Wettspiel kann zusätzlich eine Sperre für das nächste gemeldete Wettspiel erfolgen.


6. Zählkarte: Die persönliche Zählkarte muss im Clubsekretariat bzw. bei der Wettspielleitung abgeholt und nach Beendigung des Spiels nach Regel 6-6. ohne Verzug, ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben, dort wieder abgegeben werden. Eine Zählkarte gilt dann als abgegeben, wenn der Spieler das Sekretariat wieder verlassen hat.


7. Wettspielleitung/Spielleitung: Die Wettspielleitung ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung des Wettspiels und wird spätestens am Wettspieltag benannt. Sie kann im Zuge dieser Aufgabe: den Platz ganz oder teilweise für Nichtteilnehmer am Wettspiel sperren, über die Durchführung, Weiterführung und Annullierung von Wettspielen entscheiden, Änderungen in der Zusammenstellung der Spielgruppen vornehmen, alle sonstigen Maßnahmen für einen geregelten Ablauf des Wettspiels ergreifen. Die Spielleitung für den allgemeinen Spielbetrieb (z.B. außerhalb von Wettspielen) liegt beim Spielausschuss.


8. Zweifel oder Streit über die Spielweise, Beanstandungen (Regel 34): Regelentscheidungen werden durch die Wettspielleitung getroffen. Einsprüche wegen Regelverstößen müssen umgehend nach Beendigung des eigenen Spiels bei der Wettspielleitung erhoben werden. Ansonsten gelten die Regeln 2-5 und 2-6 (Lochspiel), sowie 3-3 und 3-4 (Zählspiel).


9. Stechen: Für Zählspiele gilt: Für das Stechen werden 9 Löcher gewertet, und zwar die Löcher mit dem Schwierigkeitsgrad 1, 18, 3, 16, 5, 14, 7, 12, 9 gemäß Vorgabenverteilungsschlüssel. Bei weiterer Gleichheit 6 Löcher (Schwierigkeitsgrad: 1, 18, 3, 16, 5, 14), sodann 3 Löcher (Schwierigkeitsgrad: 1, 18, 3), sodann das Loch mit dem Schwierigkeitsgrad 1. Bei weiterer Gleichheit entscheidet das Los. Bei Wettspielen über mehr als 18 Löcher, z.B. über 54 Löcher, werden bei Gleichheit nach 54 Löchern dann zunächst die letzten 36 Löcher gewertet. Bei weiterer Gleichheit dann die letzten 18 Löcher. Bei weiterer Gleichheit dann nach vorherigem Absatz.


Im Netto stets unter Anrechnung der anteiligen Vorgabe. Bei Lochwettspielen findet im Anschluss an das Wettspiel ein Stechen nach "Sudden Death" statt (im Vorgaben-Lochspiel mit Neubeginn der Verteilung des Vorgabenunterschiedes auf die Löcher). Ein „Sudden Death" beginnt immer in der normalen Spielfolge von Abschlag des ersten gespielten Loches.


10. Ergebnisliste: Nach der Siegerehrung eines Wettspieles wird die Ergebnisliste für einen Zeitraum von 48 Stunden im Clubhaus ausgehängt. Außerdem wird die Ergebnisliste möglichst im Internet (DGV-Intranet) veröffentlicht. Das Wettspiel ist mit der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse beendet. Die Entscheidungen der Wettspielleitung sind endgültig. 


11. Spielen aus einer Golftasche (Regel 4-4.b): Das gemeinsame Spielen von mehreren Spielern aus einer Golftasche ist nicht gestattet. Ausgenommen hiervon sind die Bestimmungen der Regel 4-4.b. 


12. Golfschuhe: Zugelassen sind auf der Anlage des Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. ausschließlich Golfschuhe mit alternativen Spikes oder Noppen. Golfschuhe mit Metallspikes, grobstollige Wander- oder Sportschuhe sowie sonstige Straßenschuhe mit normalen oder spitzen Absätzen (High Heels) sind nicht gestattet.


13. Kleiderordnung: Erwünscht ist dem Golfsport angemessene Kleidung. Die Golf-Kopfbedeckungen sind im Clubhaus/Restaurant bitte abzunehmen. Nicht gestattet sind: Blue Jeans auf dem Platz, Leggins, Radlerhosen o.ä., Jogging- oder Trainingsanzüge jeglicher Art, Blusen oder Shirts mit Spaghettiträgern, durchsichtige oder netzartige Oberbekleidung, bauchfreie Tops oder Shirts (Short Tops), Mini-Shorts oder Mini-Röcke, die mehr als eine Handbreit über dem Knieenden. 


14. Bälle: Die Driving-Range Bälle sind Eigentum des BGCM und dürfen lediglich auf der Driving-
Range benutzt werden. Das Spielen mit Driving-Range-Bällen ist auf der gesamten übrigen Anlage des BGCM nicht gestattet. Zuwiderhandlungen können vom Spielausschuss mit Spiel- und Platzverbot bestraft werden.


15. Nutzung elektronischer Geräte: Das Mitführen von betriebsbereiten und/oder das Benutzen von Mobiltelefonen ist Spielern und Caddies, außer in Notfällen, in Wettspielen nicht erlaubt. Strafe für Verstoß: Lochspiel sowie Zählspiel: Disqualifikation. Entfernungsmesser: Die Benutzung von Geräten, die ausschließlich die Entfernung messen oder abschätzen, ist erlaubt.


16. Zuspätkommen: Gemäß Regel 6.-3. i.V. mit 33.-7: Wer spielbereit innerhalb von 5 Minuten nach seiner Abschlagszeit am Start eintrifft, wird mit zwei Schlägen am ersten Loch bestraft. Nach Ablauf der 5 Minuten erfolgt Disqualifikation.


17. Unangemessene Verzögerung des Spiels / Langsames Spiel (Strafe nach Regel 6-7): Der Spieler muss ohne unangemessene Verzögerung und in Übereinstimmung mit der für das Spieltempo erlassenen Richtlinie spielen (s. Regel 6 – 7. DGV). Die Richtlinie für das Spieltempo ist der Scorekarte zu entnehmen.


18. Strafe bei schwerwiegenden Etiketteverstößen (Regel 33-7): Der Spielausschuss und die Wettspielleitung sind berechtigt, bei festgestellten schwerwiegenden Verstößen gegen die Etikette die Strafe der Disqualifikation zu verhängen.


19. Elektro-Carts: Elektro-Carts (Buggys) sind erlaubt, wenn die Platz- und Wetterverhältnisse dies zulassen. Mit den Elektro-Carts ist ausschließlich auf und am Rande der Fairways zu fahren. Das Fahren im Semi-Rough oder Rough, auch zum Ballsuchen, ist nicht gestattet. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist das Fahren und Benutzen von Elektro-Carts nicht gestattet. Das Fahren mit Trolleys im Rough ist ebenfalls nicht gestattet. Den Wegweisungen ist Folge zu leisten.


20. Spielunterbrechung (Regel 6-8.b Anmerkung): Bei Spielunterbrechung durch die Wettspielleitung oder den Clubmanager wegen unmittelbar drohender Gefahr (z.B. Blitzschlag) wird nach Regel 6-8 verfahren. Die folgenden Signaltöne werden benutzt: Unverzügliches Unterbrechen des Spiels wegen Gefahr = ein langer Signalton eines Signalhorns ( „Tröte" ). Wiederaufnahme des Spiels = wiederholt zwei kurze Signaltöne eines Signalhorns. Signal für sonstige Spielunterbrechung nach Regel 6-8b = wiederholt drei auf einander folgende Signaltöne eines Signalhorns. Unabhängig hiervon obliegt die Spielunterbrechung der Eigenverantwortung des Spielers (Regel 6-8a II, III, IV). 2 kurze und 2 lange Signaltöne = endgültiger Abbruch des Turniers.


21. Ergänzende Bestimmungen für Extra Day Scores (EDS):


A. EDS-Runden der Mitglieder des BGCM können nach Voranmeldung im Sekretariat von April bis Oktober gespielt werden. Die Anmeldung hat zu beinhalten: Datum der Runde, Name und Vorgabe des Spielers, Name und Vorgabe des Zählers. Die Zählkarte wird vom Sekretariat ausgestellt. Die Anmeldung kann telefonisch oder schriftlich per Post, Fax oder Email erfolgen.


B. VcG-Spieler können im BGCM EDS-Runden spielen, wenn dies die erste EDS-Runde im laufenden Kalenderjahr ist. Damit ist dann ausschließlich der BGCM der Heimatclub für weitere EDS-Runden im laufenden Kalenderjahr.


C. Zugelassene Spielformen sind Einzel-Zählspiel (Regel 3) oder Zählspiel nach Stableford (Regel 32).


D. Spielberechtigt sind Spieler der DGV-Vorgabenklasse 5 (Stvg -26,5 bis -36) und 6 (Club-Vorgabe -37 bis -54) in beliebiger Anzahl von EDS-Runden, sowie Spieler der Vorgabenklasse 3 (Stvg -11,5 bis -18,4) und 4 (Stvg 18,5 bis 26,4) nach Anzahl der im laufenden Kalenderjahr bereits gespielten vorgabewirksamen Turniere.


E. Die erstmalige Erspielung in die Vorgabenklasse 5 ist nur in vorgabewirksamen Wettspielen, mit Wertung wie Stvg -36, möglich.


F. Spieler und Zähler können sich gegenseitig zählen, wenn die Mindestanforderung an den Zähler (Stammvorgabe -36) erfüllt ist. Je Zähler ist ein Spieler erlaubt. Ein Pro ist nicht als Zähler erlaubt.


G. Die Zählkarte ist am Spieltag unmittelbar nach Spielende vom Spieler unterschrieben und vom
Zähler gegengezeichnet im Sekretariat abzugeben


H. Die Spielleitung für alle EDS-Spieltage haben die Mitglieder des Spielausschusses und der Clubmanager des BGCM. Die Spielleitung ist zuständig für alle erforderlichen Entscheidungen zu Regelfragen.